Zeltlager 2011 - einfach märchenhaft

Zeltlager 2011 unter dem Motto "Märchen".

33 Kinder, zahlreiche Helfer und Betreuer verbrachten wieder eine schöne und diesmal märchenhafte Woche in Schannenbach. Das Wetter hatte sich ebenfalls dem Motto angepasst, am ersten Tag mussten sich die "Märchenhelden" bei glühender Hitze durch die Lautertaler Zauberwälder zum Märchenlager kämpfen. Eine böse Fee hat mit ihrem Zauber dafür gesorgt, dass der Weg immer steil bergauf führte. Die guten Zeltlagerküchenfeen hatten zwar nicht genügend Zauberkraft um den Weg von Reichenbach nach Schannenbach bergab führen zu lassen, doch sorgten sie für eine Erfrischung unterwegs.   Zaubertrank und garantiert nicht vergiftete Äpfel gaben den Wanderern ausreichend Kraft um den Lagerplatz zu erreichen.

Am Zeltplatz angekommen konnten die Wanderer sich kurz ausruhen und beim Mittagessen wieder stärken. Beim anschließenden Kennenlernspiel stellten sich die Kinder, Helfer und Betreuer vor. Diese Aktion hatten die Lagerleiter in den schattigen Wald verlegt, damit die Kinder nicht zu lange der sengenden Hitze ausgesetzt waren.

Auch am zweiten Tag herrschten hohe Temperaturen, genau richtig für eine zünftige Wasserschlacht. Diese fand am frühen Nachmittag statt. Die Kinder hatten einen Riesenspaß dabei und fanden es toll die Helfer und Betreuer mal richtig nass machen zu können.

Wie immer konnten die Zeltlagerkinder während der Lagerwoche Sport- und Spielplatz nutzen. Zwei Helferteams waren dafür fast ständig eingeteilt um die Kinder dort zu beaufsichtigen oder mitzuspielen. Wer wollte konnte im Gemeinschaftszelt an den Bastelaktionen teilnehmen. Prinzessinen, Rapunzeltürme und weitere Märchenmotive wurden von den Kindern gebastelt.   Als Material wurde unter anderem alte Strümpfe, Wackelaugen, Papier, Karton, Fingerfarben, Kleber, Stoffreste verwendet.

Am Mittwochnachmittag fand eine Lagerolympiade statt. Die Helfer hatten rund um das Dorfgemeinschaftshaus mehrere Stationen aufgebaut, an denen die Teams mit sportlichem Geschick, Wissen, Konzentrationsfähigkeit und logischem Denken Punkte sammeln konnten. An einer Station war ein Zahlenrätsel zu lösen, auf dem Sportplatz mussten die Kinder entweder treffsicher die aufgestellten Kegel umwerfen oder die Strafrunden für jeden stehengebliebenen Kegel schnell absolvieren. Bei einer anderen Station war gutes Zuhören und Märchenkenntnisse gefragt, die Helfer lasen Stellen aus bekannten Märchen vor in die aber Fehler eingebaut waren, die Teams mussten die Fehler erkennnen und aufzählen.

Das Sackhüpfen an der letzten Station der Lagerolympiade hat der Wettergott offensichtlich als die Odenwälder Variante eines indianischen Regentanzes interpretiert und hat es kräftig und lange anhaltend regnen lassen. Am Donnerstag klarte der Himmel zum Glück wieder auf und die traditionelle Nachtwanderung konnte stattfinden. Den Tag nutzten einige Kinder um unter Anleitung von Betreuern und Helfern ein kleines Theaterstück einzustudieren und die nowendigen Requisiten zu basteln. Das Stück war eine lustige Collage und Persiflage aus mehreren Märchen.

Der Freitag war wie immer als der letzte Tag durch die Vorbereitungen für die Abschlussveranstaltung mit den Eltern geprägt. Es wurde noch fleißig an den Requisiten und Kostümen gebastelt, die Texte einstudiert und der Ablauf geprobt.

Am späten Freitagnachmittag kamen die Eltern um an der Abschlussvorstellung teilzunehmen und anschließend ihre Kinder wieder mit nach Hause zu nehmen, obwohl einige noch bleiben wollten. Da auf weitere Bewegungen, die an einen Regentanz erinnern konnten, verzichtet wurde, blieb auch der Freitag trocken und warm. So konnten bei Räuberbraten, Kartoffeln mit Quark und den dazu passenden Getränken die Eltern und Angehörigen noch eine Weile zusammensitzen und sich langsam bewusst werden, dass die "kinderlose" Woche wieder vorbei sein wird. Das erfreute nicht nur die Besucher sondern auch den Rechner des Vereins, denn die Einnahmen und Spenden des Abschlussabends werden dringend benötigt um das Zeltlager mit zu finanzieren und die Elternbeiträge stabil zu halten. Zur Finanzierung und Durchführung tragen auch die zahlreichen Sponsoren bei. (Über die Finanzierung und Organisation folgt ein weiterer Artikel)

Im kleinen Saal des Dorfgemeinschaftshauses lief unterdessen eine Diashow mit Bildern die während der Lagerwoche aufgenommen wurden. (Die Bilder finden Sie ebenfalls auf unseren Internet-Seiten)

Nachdem alle Eltern und Kinder das Lager wieder verlassen hatten, konnten die Helfer und Betreuer zusammen noch ein paar Stunden feiern und das Lager ausklingen lassen.
Am Samstag gab es für das Zeltlager-Team noch ein letzes Mal  viel zu tun. Bis Mittag musste das Dorfgemeinschaftshaus ausgeräumt und geputzt, das Gemeinschaftszelt, Beleuchtung und die Notbeleuchtung abgebaut, verpackt und auf dem Hänger verladen sein. Dann musste der Platz um das Haus und die Wiese, auf der die Zelte standen, gesäubert sein. Sport- und Spielplatz wurden ebenfall inspiziert und von Überresten des Lagers befreit.  Gegen 14:00 Uhr war alles erledigt (die Arbeiten und Arbeiter). Bei "Daums" im Schannenbacher Gasthaus "Zum Odenwald" hatte die Lagerleitung für alle die beim Abbau halfen ein preiswertes Mittagessen vorbestellt. Müde aber glücklich über eine schöne Zeltlagerwoche, etwas traurig über das Ende derselben, mit Vorfreude auf ein Bad oder Dusche sowie das eigene Bett und der Gewissheit "nach dem Zeltlager ist vor dem Zeltlager" machte man sich nach dem gemeinsamen Essen auf den Heimweg.