Zeltlager 2009 - fünf Tage Spielen, Toben, Spaß haben
Mit 64 Kindern, 20 jugendlichen Helfern und 15 Erwachsenen begaben wir uns im Juli für eine Woche ins Ferienspiele-Zeltlager.
Erstaunliches Resumee am Ende: der Orden für das Zickenzelt des Jahres konnte nicht vergeben werden, weil die Kinder eigentlich durchweg umgänglich und nett waren. Auch an die jugendlichen Helfer konnte der Orden - der übrigens auch an männliche Zeltgemeinschaften verliehen werden kann - nicht vergeben werden.

Erstmals neue Lager Organisation

da gehts langEin bißchen Bauchweh hatten die erwachsenen Organisatoren des Zeltlagers schon, sich auf die große Zahl von 20 Helfern einzulassen, manch einer meinte da man brauche gar keine Kinder mehr und sei auch so völlig ausgelastet. Um die Herausforderung in den Griff zu bekommen haben wir eine erstmals eine neue Organisationsstruktur eingeführt. Diese hat sich weitgehend bewährt und wird wohl so beibehalten werden. Ein paar kleine Änderungen und Verbesserungen werden selbstverständlich noch vorzunehmen sein, das Grundkonzept hat sich jedoch bewährt. 

Am Ende waren die Lagerleiter mit den jugendlichen Helfern hochzufrieden, denn alle Helfer zwischen 13 und 18 Jahren schufteten wie die Brunnenputzer. Die jugendlichen Teams waren auch selbst für ihre Diensteinteilung und -planung beim Spiel- und Sportplatzdienst, im Wald, bei Spielen, Zeltkontrolle, Putzdienst, etc. verantwortlich. Trotz oder wegen der höheren Eigenverantwortung gab es keine Konflikte oder sonstige Probleme. Die erwachsenen Mentoren der Helferteams standen den Teams immer mit einem Rat und Anleitung zur Seite und mussten nur selten helfend eingreifen.

Auch die Lageraktionen wie die Montagswanderung, Lagerolympiade und die Nachtwanderung wurden in Eigenregie der Jugendlichen organisiert. So können die etwas in die Jahre Gekommenen unter den Erwachsenen sich beruhigt zurücklehnen, denn trotz der hohen Teilnehmerzahl war eine Entlastung spürbar. Diese wurde leider teilweise durch nächtliche Gewitter wieder zunichte gemacht. Um so mehr zeigt sich, dass eine Förderung des Nachwuchses notwendig ist. 

Pfannen schrubbenDas Erwachsenenteam wird inzwischen durch vier volljährige Mitglieder unterstützt, die selbst jahrelang als Kinder im Zeltlager waren und nun wichtige Aufgaben übernehmen. Kommen von den jetzt jugendlichen Helfern im Laufe der Jahre noch einige dazu, kann die inzwischen 18jährige Tradition des Ferienspiele-Zeltlagers bestimmt noch viele Jahre weitergeführt werden.

Für 2010 haben sich bereits vier neue Helfer gemeldet, die bis dahin mit 13 Jahren zu alt sind, um als Kind am Zeltlager teilzunehmen. Das Zeltlagerteam 2010 steht also bereits weitgehend fest.

Dank an alle Unterstützer

Ohne Unterstützung von vielen Freunden und Gönnern wäre die Durchführung des Zeltlagers in dieser Form nicht möglich und vor allem wäre die Teilnahmegebühr so  nicht zu halten. 
Denn unter anderem spendete uns die Sparkasse Bensheim insgesamt 500 Euro, die Wiese für die Kinderzelte wurde von Familie Daum aus Schannenbach abgesteckt und gemäht, Transport und Lagerung des großen Zeltes, werden von der Firma Brechtel Metallbau und der Bensheimer Modulex GmbH organisiert.
Der Bauhof der Gemeinde kümmert sich um die Müllabfuhr (das war nicht wenig!), von der Gemeinde kam auch Material und finanzielle Unterstützung sowie die Mithilfe von Jugendpfleger Peter Schuster. Auch Hausmeister Werner Mink steuerte einige Unterstützung zum Gelingen des Zeltlagers bei.
Die Einwohner von Schannenbach ertragen seit Jahren geduldig den Lärm, den die große Kinderzahl zwangsläufig bis in den späten Abend hinein macht.
Einige kamen sogar zur Abschlussveranstaltung, und der Wirt vom Gasthaus "Zum Odenwald", Arnulf Altetiemann brachte nicht nur einen Sack Kartoffeln (die eigenen 100 kg Kartoffeln hatten nicht gereicht), er half beim Schälen seiner Kartoffeln.
Fast 250 Eier wurden von Familie Rettig aus Breitenwiesen gespendet, und die Fa. Getränke-Bauer aus Reichenbach stellte die Festzeltgarnituren kostenlos zu Verfügung. In der Zeltlagerwoche haben die circa 100 Teilnehmer, Helfer und Betreuer insgesamt eine knappe Tonne Lebensmittel konsumiert, hinzu kamen noch zahlreiche Kuchen- und Süßigkeitenspenden der Eltern.  Dank der Unterstützer konnte auch dieses Jahr das Zeltlager wieder zu einem sehr günstigen Preis für die Eltern durchgeführt werden. Da jedoch die Abschlussveranstaltung mit den Eltern völlig verregnet war, und deshalb nicht die erwarteten  Einnahmen brachten könnte der Kassenabschluß diesmal (trotz der Spenden) eine rote Zahl aufweisen.


Für die Urlaubsplanung aller Eltern sei angemerkt, dass wir auch 2010 bei dem Termin in der ersten Ferienwoche bleiben wird. (tg/mh)